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Gedichte und Zitate
Tannengeflüster
Wenn die ersten Fröste knistern in dem Wald bei Bayrisch-Moos geht ein Wispern und ein Flüstern in den Tannenbäumen los, ein Gekicher und Gesumm ringsherum.
Eine Tanne lernt Gedichte, eine Lärche hört ihr zu. Eine dicke, alte Fichte sagt verdrießlich: "Gebt doch Ruh! Kerzenlicht und Weihnachtszeit sind noch weit!
Vierundzwanzig lange Tage wird gekräuselt und gestutzt und das Wäldchen ohne Frage wunderhübsch herausgeputzt. Wer noch fragt; Wieso? Warum? der ist dumm.
Was das Flüstern hier bedeutet, weiß man selbst im Spatzennest: Jeder Tannenbaum bereitet sich nun vor auf Weihnachtsfest. Denn ein Weihnachtsbaum zu sein: das ist fein!
James Krüss (1926-1997)
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Advent
Es treibt der Wind im Winterwalde Die Flockenherde wie ein Hirt, Und manche Tanne ahnt, wie balde Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen Streckt sie die Zweige hin - bereit, Und wehrt dem Wind und wächst entgegen Der einen Nacht der Herrlichkeit.
Rainer Maria Rilke (1875-1926)
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Has, Has, Osterhas
Has, Has, Osterhas, wir möchten nicht mehr warten. Der Krokus und das Tausendschön, Vergissmeinnicht und Tulpe stehn schon lang in unserm Garten.
Has, Has, Osterhas, mit deinen bunten Eiern! Der Star lugt aus dem Kasten raus. Blühkätzchen sitzen um sein Haus. Wann kannst du Frühling feiern?
Has, Has, Osterhas, ich wünsche mir das Beste: ein großes Ei, ein kleines Ei, dazu ein lustig Didldumdei. Und alles in dem Neste.
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Ostergedicht
Die Sonne geht im Osten auf, der Osterhas` beginnt den Lauf. Um seinen Korb voll Eier sitzen drei Häslein, die die Ohren spitzen.
Der Osterhas` bringt just ein Ei - da fliegt ein Schmetterling herbei. Dahinter strahlt das blaue Meer mit Sandstrand vorne und umher.
Der Osterhas` ist eben fertig - das Kurtchen auch schon gegenwärtig! Nesthäkchen findet - eins, zwei, drei, ein rot`, ein blau`, ein lila Ei.
Ein Ei in jedem Blumenkelche! Seht, seht, selbst hier, selbst dort sind welche!
Ermüdet leicht im Morgenschein schlief Kurtchen auf der Wiese ein. Die Glocken läuten bim, bam, baum und Kurtchen lächelt zart im Traum.
Di di didl dum dei, wir tanzen mit unsern Hasen umfasst, zwei und zwei, auf schönem, grünen Rasen.
(von Christian Morgenstern)
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Ostergedicht
Glaubt mir, ich hab den Osterhasen gesehen, er kam aus der Kneipe, er konnte kaum noch stehen!
Auf Eier braucht Ihr nun nicht zu hoffen, denn Schlappohr hat das ganze Geld versoffen.
Er wanke zum Bau und lallte nur: "Drei kleine Bierchen, drei Whisky pur."
Heut hab' ich ihn wieder getroffen, der Bursche war schon wieder besoffen.
So gibt's dieses Jahr, ich fürchte es sehr, nur Ostergaben mit Eierlikör!
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Frohe Ostern
draußen vom Walde, da komm ich her, ich muss euch sagen, es ostrt schon sehr.
Naja, eigentlich war das ein anderes Gedicht, aber hier kommen mal ein paar schöne Ostersprüche und in den nächsten Tagen habe ich dann auch noch ein paar Ostergedichte für euch.
Es ist das Osterfest alljährlich für den Hasen recht beschwerlich (von Wilhelm Busch)
Die Gelehrten und die Pfaffen streiten sich mit viel Geschrei, was hat Gott zuerst erschaffen - wohl die Henne, wohl das Ei! Wäre das so schwer zu lösen - erstlich ward ein Ei erdacht, doch weil noch kein Huhn gewesen - darum hat's der Has gebracht. (von Eduard Mörike)
Wenn die Schokolade keimt, wenn nach langem Druck bei Dichterlingen "Glockenklingen" sich auf "Lenzes Schwingen" endlich reimt, und der Osterhase hinten auch schon presst, dann kommt bald das Osterfest (von Joachim Ringelnatz)
Männer sind wie Osterhasen: intelligent, charmant und sexy. Aber wer glaubt schon an den Osterhasen?
Was hoppelt da im grünen Gras, mein Kind es ist der Osterhas, flink versteckt er Ei um Ei und auch für dich ist eins dabei!
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Septembermorgen
Im Nebel ruhet noch die Welt, Noch träumen Wald und Wiesen: Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, Den blauen Himmel unverstellt, Herbstkräftig die gedämpfte Welt In warmem Golde fließen.
(Eduard Mörike)
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Treue ist eine geistige Bindung, mit dem Körper hat das nichts zu tun.
Mario Adorf 1930 deutsch-italienischer Schauspieler
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In diesem Leben ist jeder mutig, der nicht aufgibt.
Paul McCartney (*1942), britischer Pop-Musiker (The Beatles)
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"Wenn es Politikern die Sprache verschlägt, halten sie eine Rede."
Friedrich Nowottny (*1929) deutscher Journalist
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"Ich überlege. Mein Bauch entscheidet."
Max Grundig (1908-1989) deutscher Elektrounternehmer
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"Auf dem Weg nach oben sollte man jede Stufe zumindest einmal berührt haben."
Bernd Eichinger (*1949) deutscher Filmproduzent (Das Boot)
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"Es reicht nicht aus, einen gut funktionierenden Verstand zu haben; das Wichtigste ist, ihn auch gut zu nutzen."
René Descartes (1596-1650) französischer Philosoph, Mathematiker und Naturwissenschaftler
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"Liebe ist immer noch die anständigste Entschuldigung für Dummheiten."
Heiner Geißler (*1930) deutscher CDU-Politiker
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"Wenn der Mensch soviel Vernunft hätte wie Verstand, wäre alles viel einfacher."
Linus Pauling (1901-1994) US-amerikanischer Chemiker Friedensnobelpreis 1962
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"Ein Traum ist unerlässlich, wenn man die Zukunft gestalten will."
Victor Hugo (1802-1885) französischer Dichter der Romantik
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Menschen sind wie Schallplatten: Nur gut aufgelegt kommen sie über die Runden.
Martin Luther King (1929-1968) US-amerikanischer Bürgerrechtler Friedensnobelpreis 1964
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"Ich will leben, auch wenn ich tot bin."
Valeska Gert (1900-1978) deutsche Tänzerin, Kabarettistin und Filmschauspielerin
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"Erinnerungen sind Wärmflaschen fürs Herz."
Rudolf Fernau (1898-1985) deutscher Bühnenschauspieler
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Ich würde nie ein Buch lesen, wenn ich die Gelegenheit hätte, mich eine halbe Stunde mit dem Mann zu unterhalten, der es geschrieben hat.
Thomas Woodrow Wilson (1856-1924), US-amerikanischer Präsident 1913-1921
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