Startseite
    Aktuelles
    Wissenswertes
    Videos
    Umfragen
    Gifs
    Knigge für alle
    Rezepte
    Gedichte und Zitate
    Alles, was witzig ist
  Über...
  Archiv
  Steckbrief
  Moritz in Bildern
  Mein Kind soll leben von Hedwig Kleineheismann
  Links zum Thema Dialyse und Transplantation
  Geld verdienen
  Abonnieren
 



  Links
   Claudia
   Heike
   Sven
   Sheridans
   B6 - Die Flirt-Line
   Laborlexikon
   Gästebuch



http://myblog.de/manja-werner

Gratis bloggen bei
myblog.de





Blindengeld: 3000 Menschen demonstrieren gegen Kürzung

Kiel - Die Blindenstöcke schlagen 60 Sekunden lang, ein Mann auf Stelzen -
gekleidet in schwarz-gelb - gibt den Takt vor.So haben rund 3000 Blinde,
Sehbehinderte und Sympathisanten aus ganzDeutschland am Sonnabend in Kiel
gegen die geplante Kürzung des Landesblindengeldes protestiert.

Die Kürzung bedeute Ausgrenzung und Einsamkeit für viele Menschen, weil dann
Mittel fehlten, um sich einzubringen, sagte die Vorsitzende des Blinden- und
Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein (BSVSH), Annegret Walter bei der
Abschlusskundgebung unter dem Beifall der überwiegend gelb- schwarz
gekleideten Demonstranten.

Die Blinden im Land hätten fast immer ein Einsehen gehabt, wenn in der
Vergangenheit das Blindengeld gekürzt worden war, doch noch nie habe es so
harte Einschnitte wie jetzt gegeben. "Was dieses Jahr mit uns gemacht wird,
das wollen wir nicht mehr hinnehmen", sagte Walter.

Lautstarke Unterstützung erhielten die Schleswig-Holsteiner von Blinden und
Sehbehinderten aus ganz Deutschland. Unter anderem aus Hessen, Berlin,
Sachsen und Niedersachsen waren Demonstranten an die Förde gereist. Immer
wieder skandierten sie lauthals Sprüche wie "Hände weg vom Blindengeld" und
"Wer Blinde quält, wird abgewählt."

Im Zuge der Haushaltssanierung will die schwarz-gelbe Koalition in
Schleswig-Holstein das Blindengeld von 400 auf 200 Euro kürzen. Damit will
das Sozialministerium neun Millionen Euro sparen, zugleich würden die Mittel
für die Blindenhilfe aber um vier Millionen Euro aufgestockt, heißt es.
Diese hängt - anders als das Blindengeld - von der Höhe des Einkommens ab.

Der BSVSH befürchtet aber, dass viele an den Grenzen scheitern, obwohl sie
die Hilfe nötig hätten. "Blindenhilfe heißt Abseitsstehen", sagte Walter.
Derzeit liegt der Norden nach Angaben des Verbandes beim Landesblindengeld
im Vergleich zu den anderen Bundesländern auf Platz neun. Sollte die Kieler
Koalition die Kürzungspläne wahr machen, wäre es das Schlusslicht.

Es sei verwerflich, bei den Blinden zu kürzen, sagte der Linke-
Landtagsabgeordnete Uli Schippels. "Ich schäme mich für unsere
Landesregierung, dass sie so mit den Menschen umgeht." SPD- Landespartei-
und Fraktionschef Ralf Stegner sagte, natürlich müsse gespart werden, "aber
nicht bei den Schwächsten". Er kündigte an, dass seine Fraktion im Landtag
gegen die Kürzung stimmen werde.

Zu der Demonstration hatte der Blinden- und Sehbehindertenverband im Norden
aufgerufen, unterstützt vom Bundesverband, Sozialverbänden und Politikern.
Sie ist eine von zahlreichen Aktionen der Kampagne "Hände weg vom
Blindengeld". Bei einer Unterschriftenaktion gegen die geplante Kürzung
konnten nach Angaben des Verbandes bisher mehr als 33 500 Unterschriften
gesammelt werden. Präsenz wollen die Blinden auch bei dem Besuch von
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommende Woche in Lübeck zeigen.


Quelle KN-Online.de
18.10.10 10:09
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung